Mit hundert Augen auf der Hut

La Coquille Saint-Jacques oder die Jakobs-Pilgermuschel

Die Jakobs-Pilgermuschel hat Dutzende von Augen und einen scharfen Geruchssinn. Entlang der Schalenränder – am sogenannten Mantelrand – liegen die Augen der Pilgermuschel, die wie winzige graue Perlen aussehen. Ebenfalls vom Mantelrand ragen hunderte feiner Tentakel. Damit tastet, schmeckt und riecht die Muschel. Mit ihren Sinnesorganen «spürt» sie die sich langsam nähernden Seesterne.

Seesterne sind ihre Hauptfeinde. Sie schaffen es auf verblüffende Weise, Muscheln trotz ihrer harten Schale zu fressen. Mit ihren fünf Armen ziehen sie mit viel Ausdauer an den beiden Muschelschalen, bis eine feine Öffnung entsteht. In diese schieben sie ihren Magen und beginnen die Muschel zu verdauen – ausserhalb ihres eigenen Körpers notabene!

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