Alles Algen oder was? Wo überall Algen drin sind.

Dynamit: Nitroglycerin ist sehr schlag- und feuerempfindlich. Alfred Nobel mischte es mit Kieselgur und entwickelte so das Dynamit. Dynamit ist ohne Zünder ungefährlich. Kieselgur besteht weitgehend aus fossilen Kieselalgen (Diatomeen).

Blaue Smarties: Der blaue Farbstoff in den blauen Schokoperlen stammt aus Spirulina, einer Cyanobakterie (früher „Blaualge“). Spirulina ist auch als Nahrungsergänzungsmittel beliebt, denn es enthält viel Vitamin B12 und einen hohen Eiweissgehalt.

Fotopapier: Die glatte Oberfläche von Fotopapier enthält ein Gel aus Algenextrakten. Dieses saugt die Entwicklerflüssigkeiten schnell auf und sorgt für gleichmässiges Entwickeln des Bildes.

Suppe, Pudding und Co.: In Suppen, Puddings, Mousse oder Glacé kommt oft Agar-Agar, ein Algenprodukt, als Gelier-, Überzugs-, Stabilisierungs- oder Verdickungsmittel zum Einsatz. Agar-Agar stammt aus den Zellwänden von bestimmten Rotalgen.

Zahnpasta: Die Kreide in der Zahnpasta besteht aus kalkschaligen Mikro-Algen, das sorgt für den richtigen Abrieb an den Zähnen. Agar-Agar, ein weiteres Algenprodukt, erzeugt die gewünschte gelartige Konsistenz der Paste.

T-Shirt: Beim Bedrucken von Textilien sorgen Algenextrakte für die richtige Fliessfähigkeit der Farben und für die Fixierung des Farbstoffes.

Wundpflaster: Algenextrakte ahmen die natürliche Blutstillung nach, wirken allerdings viel schneller. Sie stillen Blutungen durch Bildung von feinen „Netzen“ am Wundrand.

Retard-Tablette: Natrium-Alginate sorgen dafür, dass die Arzneimittel nach und nach oder verzögert freigesetzt werden. Dies schont beispielsweise den Magen.

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